Sektion: Retrospektive

ABSTECHER

ABSTECHER

Ulrich Weiß
Deutschland, 1992, 70 Min

Eine Zugfahrt von Berlin nach Jüterbog im Jahr 1991. Anhand vonGesprächen mit Reisenden und Blicken aus dem Zugfenster spürtdie Dokumentation den ersten Veränderungen im Ostdeutschlandkurz nach der Wende nach. Statt Aufbruch schmerzhafte StundeNull in einem Land, das nicht weiß, was ihm geschieht.

1991 fährt der Regisseur mit dem Bummelzug von Berlin nach Jüterbog, mit den Worten Friedrich Schorlemmers vom 4. November 1989 im Ohr: Die Stagnation sei nun vorbei, man erlebe atemberaubende Veränderungen. Der Film spürt diesen Veränderungen im ostdeutschen Alltag nach, in Gesprächen mit Reisenden und Blicken aus dem Zugfenster. Die Sicht der Menschen im Zug wird ergänzt durch Momente aus dem durchreisten Umfeld. Mit schonungslos klarem Blick registriert der Regisseur den Stand der Dinge – statt Aufbruch schmerzhafte Stunde Null in einem Land, das nicht weiß, was ihm geschieht. KF

Filmformat
16 mm | Doc | Farbe / colour
Drehbuch
Ulrich Weiß
Kamera
Johann Feindt, Eberhard Geick
Ton
Paul Oberle
Schnitt
Petra Heymann
Musik
Peter Rabenalt
Produzent
Andrea Hoffmann, Tony Löser
Produktion
Ost-Film Hoffmann & Löser
Kontakt
Bundesarchiv-Filmarchiv
Jutta Albert
Fehrbelliner Platz 3
10707 Berlin
Germany
Tel: +49.30.187 770 925
Fax: +49.30.187 770 999

Ulrich Weiß - geboren 1942 in Wernigerode. 1963 Ausbildung zum Fotografen. 1965-70 Kamera- und Regiestudium an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. 1971-91 Regisseur bei der DEFA. Anschließend Lehrtätigkeit an der HFF „Konrad Wolf“.

Filme
PARAGRAF 14 (1968, Cottbus 2010)
TAMBARI (1977)
BLAUVOGEL (1979)
OLLE HENRY (1983)
DEIN UNBEKANNTER BRUDER (1982)
MIRACULI (1992)

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