Sektion: Close up UA

BRAMA

DAS PORTAL

Volodymyr Tykhy
Ukraine, USA, 2017, 107 Min

Gefangen auf dem sozialen Abstellgleis, wohnen die 86-jährige Matriarchin Prisja, ihre Tochter und ihr Enkel am wahren Ende der Welt – in der Sperrzone um Tschernobyl. Und gleichzeitig sind sie in der Mitte des Geschehens, da das von den Menschen verlassene Land ein Portal ins Jenseits birgt. Die Welt des Paranormalen ist der alten Prisja gut vertraut ...

Directory Films

Das Gebiet um den Nuklearreaktor, der 1986 implodierte, bietet eine Grenzerfahrung zwischen der realen Welt und einer Welt, die von Geschöpfen aus der ukrainischen Mythologie sowie Horror-Klassikern besiedelt ist. Neben unterhaltenden Momenten und kinematographischen Zitaten lässt sich in dem Film auch eine präzise Abbildung der ukrainischen Gesellschaft erkennen: die akute Armut, die Willkür der Machthaber und gescheiterte Staatsstrukturen. Die ephemere Welt der Eremitin Prisja scheint beständiger und einmütiger zu sein als die bittere Realität. Sie hat alle Katastrophen überlebt, die das 20. Jahrhundert ihrer Heimat zugemutet hat: die Hungersnot, den Zweiten Weltkrieg und die radioaktive Verseuchung. Noch kann sie das von den Vorfahren vererbte Wissen weitergeben, aber niemand der Nachkommen ist fähig, ihren Platz zu übernehmen. DB

Filmformat
DCP | Farbe / Colour
Drehbuch
Volodymyr Tykhy, Pavlo Arie
Kamera
Slava Tsvetkov
Ton
Mihaylo Zakutskiy
Schnitt
Ihor Kosenko
Ausstattung
Volodymyr Liubyi
Musik
Anton Baibakov
Darsteller
Irma Vitovska, Vitalina Bibliv, Yaroslav Fedorchuk, Dmytro Tuboltsev, Dmytro Yaroshenko
Produzent
Igor Savychenko, Directory Films
Produktion
Directory Films
Co-Produktion
Bedlam Productions
Kontakt
Directory Films
Igor Savychenko
45A Nyzhnioyurkivska St
04080 Kyiv
Ukraine
+38 050 33 04 471
savychenko@directoryfilms.com
www.directoryfilms.com
Volodymyr Tykhy

Volodymyr Tykhy - geboren 1971 in Chervonograd, UdSSR (heute Ukraine). Regisseur und Produzent. Graduierte 1997 am Kyiv State Institute for Theatrical Art. Bereits während des Studiums drehte er einige Kurzfilme, RUSALONKA war der mit Abstand erfolgreichste. 2001 folgte sein Spielfilmdebüt. Er realisierte außerdem TV- und Dokumentarfilme sowie den Kurzfilmalmanach UKRAINE, GOODBYE!, der mehrfach ausgezeichnet wurde.

Filme
RUSALONKA (1996, FFC 1997)
MYINYKY AVTOMOBILIV (2001)
ZELENA KOFTA (2013)
DIDOCHOK (2015, short)
BRANTCI (2015, doc)

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